So surfen Ihre Kinder sicher im Netz

Mit unseren Tipps ist sicheres Surfen kinderleicht. Quelle: istockphoto
Mit unseren Tipps ist sicheres Surfen kinderleicht. Quelle: istockphoto

Sommerzeit, Ferienzeit. Für Kinder und Jugendliche heißt das auch, mehr Zeit am PC oder am Tablet verbringen zu dürfen, um Computerspiele zu spielen oder im Netz zu surfen. Eltern stehen da oft vor der Frage, wie sie ihre Kinder diese Medienzeit einerseits selbstbestimmt gestalten lassen, sie andererseits jedoch ausreichend vor den Gefahren zu schützen, die Kindern im Internet begegnen.

Die aktuelle KIM-Studie, die das Mediennutzungsverhalten von Kindern zwischen 6 und 13 Jahren untersucht, zeigt, dass das Internet mittlerweile selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen dazu gehört. Nahezu alle Haushalte, in denen Kinder zwischen 6 und 13 Jahren leben, insgesamt 98 Prozent, sind online. Mehr als die Hälfte der Kinder nutzt mindestens einmal pro Woche Computer und Internet. Es geht also weniger um eine technische Medienkompetenz, die Eltern vermitteln müssen, sondern vielmehr um einen sicheren und kompetenten Umgang mit den Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten, die das Internet bereithält.

Mit dieser Frage beschäftigt sich unser Kooperationspartner klicksafe. Seit 2004 setzt die Initiative den Auftrag der EU-Kommission, Internetnutzern die kompetente und kritische Nutzung von Internet und Neuen Medien zu vermitteln, in Deutschland um. Für Name, Funktion von klicksafe, geht es dabei weniger um Verbote:  „Medien sind vor allem für Kinder und Jugendliche etwas Spannendes – und auch Medienerziehung kann zu interessanten Auseinandersetzungen führen und darf sogar Spaß machen. Ein reines Aussprechen von Verboten wird den vielschichtigen Herausforderungen der modernen Medienwelt nicht gerecht. Vielmehr geht es darum, Gefährdungspotenziale zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.“

Doch wie können Eltern ihren Kindern einen kompetenten und sicheren Umgang mit dem Internet vermitteln? Gemeinsam mit klicksafe haben wir wichtige Tipps herausgearbeitet.

1.    Gemeinsam geeignete Internetangebote erkunden

Der richtige und kompetente Umgang mit dem Internet muss erlernt werden und ist eine wichtige Grundkompetenz für das spätere gesellschaftliche und berufliche Leben. Dabei benötigen Kinder die Hilfe ihrer Eltern sowie der Schule. Sie müssen einordnen lernen, welche Inhalte für sie geeignet sind und müssen für Themen wie Datenschutz, Privatsphäre und Anonymität sensibilisiert werden.
Je nach Alter des Kindes wandelt sich die Interessenslage und damit die Art und Weise der Internetnutzung grundlegend. So sind für kleine Kinder unter 3 Jahren einfache Spielangebote oder altersgerechte Filme relevant, für Vorschulkinder ohne Lesekenntnisse eignen sich kindgerechte Seiten mit Bildern und Filmen oder geeignete Spiele, während Grundschüler oft Seiten von Fernsehsendern wie toggo oder Ki.Ka sowie zunehmend Soziale Netzwerke besuchen. Bieten Sie den Kindern aktiv Webseiten an, die ihrem Alter entsprechend aufbereitet sind. Besuchen Sie die Angebote zunächst gemeinsam und sprechen Sie über die Inhalte sowie mögliche Gefahren. Mit Hilfe der Favoriten- und Lesezeichen-Funktionen der Browser können Ihre Kinder die Angebote jederzeit eigenständig aufrufen. Die Lieblingsseite Ihres Kindes oder eine kindgerechte Suchfunktion erleichtert den Einstieg.

2.    Nicht alleine lassen!

Das heißt nicht, dass Eltern jederzeit bei ihren Kindern sitzen und jeden Schritt im Netz überwachen sollen. Mit einfachen Regeln kann das Surfverhalten jederzeit im Blick behalten werden, ohne dass sich die Kinder bewacht fühlen. Steht der Computer beispielsweise im gemeinsamen Wohnbereich statt im Kinderzimmer, können Eltern immer wieder einen Blick auf den Monitor werfen. Die Anzeige des Verlaufs im Internetbrowser gibt einen Überblick über die aufgerufenen Seiten. Kontrollieren Sie diesen aber nicht heimlich, sondern sprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind über die aufgerufenen Seiten und deren Inhalte.

3.    Feste Mediennutzungszeit festlegen!

Ein festes Zeitkonto für die Mediennutzung hilft Kindern, diese selbstbestimmt und angemessen nutzen zu lernen. Dazu gehört nicht nur der Computer, sondern auch Smartphones, Tablets und Spielkonsolen. Häufig wird auch das Fernsehen mit einer festgelegten Nutzungszeit reglementiert. klicksafe empfiehlt für Kinder ab 7 Jahren höchstens 30 bis 45 Minuten tägliche Mediennutzungszeit, für Kinder von 3 bis 7 Jahren nicht mehr als 20 Minuten an einigen Tagen in der Woche und für Kinder bis 3 Jahren maximal 5 Minuten.

4.    Regeln bieten Orientierung

klicksafe empfiehlt, gemeinsam mit dem Kind einen Internetnutzungsvertrag aufzusetzen. Neben der Mediennutzungszeit vereinbaren Sie darin beispielsweise, dass keine persönlichen Daten ins Netz gestellt werden, dass Werbung oder Gewinnspiele nicht aufgerufen werden und keine Inhalte heruntergeladen werden. Verbindlichkeit erhält der Vertrag durch ebenfalls festgelegte Sanktionen. Diese sollten dann auch konsequent eingesetzt werden, wenn sie nötig werden. Weitere Hinweise dazu sind unter www.klicksafe.de/mediennutzungsvertrag zu finden.

5.    Daten brauchen Schutz

Soziale Netzwerke, Chats und andere Internetdienste machen es einfach, persönliche Daten ohne große Hürden im Internet zu veröffentlichen. Schnell werden Namen, Fotos, Standortdaten und Interessen gepostet – ohne entsprechende Vorkehrungen für Jedermann frei einsehbar. Überprüfen Sie die Privatsphäreeinstellungen der besuchten Internetdienste regelmäßig und erläutern Sie Ihrem Kind die Risiken eines allzu offenen Umgangs mit der eigenen Persönlichkeit im Netz. Die Broschüre http://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren-ratgeber/datenschutz-tipps-fuer-eltern/ gibt einen umfassenden Einblick in das Thema.

6.    Technische Möglichkeiten

Am besten nutzt Ihr Kind ein eigenes Benutzerkonto, das Sie gemeinsam einrichten können. Mit Hilfe von Pop-up-Blockern können Sie das Einblenden von Pop-ups mit Werbung oder anstößigen Inhalten während des Surfens unterbinden. Regelmäßige Sicherheitsupdates des Betriebssystems, Firewalls und Virenschutzprogramme schützen den Rechner gegen digitale Schädlinge. Filterprogramme sowie Jugendschutzeinrichtungen geben zusätzlich Sicherheit. Klicksafe stellt die gängigen Lösungen unter www.klicksafe.de/jugendschutzfilter vor und erläutert die Funktionsweise.
Die Kernaufgabe unserer unternehmerischen Verantwortung ist es, Menschen die Chancen der digitalen Welt aufzuzeigen, das Vertrauen in die Angebote zu fördern und allen Zielgruppen einen kompetenten Umgang mit dem Internet zu ermöglichen. Gerade für Kinder und Jugendliche ist Medienkompetenz eine Grundvoraussetzung für den späteren gesellschaftlichen und beruflichen Erfolg. Um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu fördern, haben wir unter anderem gemeinsam mit klicksafe folgende Übungsbücher veröffentlicht:

„Spielen und Lernen: Online sein“

„e-Sicherheits-Kit“

„The Web we Want“