TV Hackday 2015: Die Fernsehzukunft läuft auf vielen Bildschirmen

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TV Hackdays 2015

Die Bundesliga-Konferenz im Fernsehen schauen und dabei die Live-Tabelle auf dem Smartphone verfolgen – für viele ist das schon das höchste der Gefühle, wenn es um das Thema „Second Screen“ geht. Doch die App-Entwickler auf dem TV Hackday 2015 haben eindrucksvoll gezeigt, wo der Weg hingeht. Denn Fernsehen und Smartphone passen besser zusammen, als die meisten Menschen es bisher für möglich halten.

Kreativität und technisches Know-how – mit dieser Kombination haben die Programmierer und Designer auf dem diesjährigen TV Hackday in Berlin bewiesen, dass das klassische Fernsehen noch lange nicht tot ist. Schon zum fünften Mal lud die Medienanstalt Berlin-Brandenburg Experten und Enthusiasten zum Experimentieren ein. Die Aufgabe: Innerhalb von nur 24 Stunden eine innovative Idee rund ums Fernsehen entwickeln und diese in Form eines lauffähigen Prototyps umsetzen.

Eine echte Herausforderung also. Aber als Technologiepartner stand unter anderem Unitymedia helfend zur Seite. Denn die Teilnehmer konnten für die Umsetzung ihrer Ideen das Entwicklungs-Tool von Metrological nutzen. Damit programmierte Apps laufen auf Horizon, der Medienplattform von Unitymedia. Was die Entwickler-Teams daraus machten, konnte sich wirklich sehen lassen.

So konnte das Projekt „Monster Pet Store“, das die Entwickler für den Horizon HD Recorder von Unitymedia erstellt haben, den Publikumspreis gewinnen. Mit dieser App werden Kinder allein oder gemeinsam mit ihren Eltern zum Regisseur: Auf dem Smartphone oder Tablet entwerfen sie mit Monsterfiguren eine eigene Geschichte, die dann auf dem Fernseher abläuft. So wird das TV-Gerät zum „Second Screen“ – so rum kann es also auch gehen. „Der Monster Pet Store ist ein weiteres Beispiel für das Potenzial und die Vielfalt unserer Medienplattform Horizon“, so Alireza Mojtahedi, Product Manager bei Unitymedia und Mitglied der Jury.

Denn neben dem Publikum wählte auch eine Jury ihren Sieger. Gewinner war das Team „Wobbla“, deren App in Echtzeit das aktuelle Fernsehprogramm scannt und in Form einer Tag-Cloud darstellt. Anhand der Metadaten in den Untertiteln erkennt die Anwendung, um welche Themen es in den Sendungen geht. Je häufiger ein Begriff vorkommt, desto größer wird er in der Tag-Cloud dargestellt. Bei Interesse klickt der Benutzer auf ein Schlagwort, und der Fernseher schaltet auf das passende Programm. Die Wobbla-App kann dabei auf einem Smartphone oder Tablet, aber auch auf dem Fernseher selbst als eine Art Bildschirmschoner laufen.

Insgesamt sieben Teams stellten sich dem Publikum und der Jury, um neue Formate, Inhalte, Apps, Dienste oder Produkte vorzustellen. Dabei war lediglich eine Idee vorgegeben, die die Teilnehmer mitgebracht oder in einem Pitch ausgewählt hatten. Ob das neue Produkt auf Smartphone, Tablet, Fernseher oder Rechner läuft, war dabei völlig offen. Wichtiger waren vielmehr die Frage: Wie wird aus der Idee ein Produkt? Womit lässt sich das Produkt verbinden? Und wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit aus?

Dank der Ideen der Entwickler und der Unterstützung durch die Technologiepartner hat der TV Hackday 2015 auf beeindruckende Weise gezeigt, wie modernes Fernsehen aussehen kann. So lobte auch Sebastian Flock, Digital Innovation Manager bei Unitymedia die Projekte: „Bewundernswert war die hohe Qualität der Produkte. Die Perfektion und das hohe technische Niveau der Prototypen haben mich tief beeindruckt.“ Er ist einer der Initiatoren und Organisatoren des TV Hackday. „Das Ineinandergreifen von Kreativität und Technologie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Das sah man den Ergebnissen an“, so Flock.