Mit eLearning den Kulturwandel fördern

E-Learning hat sich bei Unitymedia etabliert.
E-Learning hat sich bei Unitymedia etabliert. Quelle: istockphoto

Was macht einen glücklichen Mitarbeiter aus? Ein hohes Gehalt? Der schicke Audi als Dienstwagen? Exzellente Karriere-Aussichten? Das sind Fragen, mit denen wir uns immer wieder auseinander setzen. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist einer der zentralen Faktoren, mit denen wir jährlich den Erfolg des Unternehmens messen, sie spielt daher eine tragende Rolle für Unitymedia. Doch was sind nun die Faktoren für Glück am Arbeitsplatz? Der Personaldienstleister Stepstone fand in einer 2012 durchgeführten Studie heraus, dass die ‚harten Faktoren‘ wie das Gehalt eher eine untergeordnete Rolle spielen.


Der Schlüssel zu einem beglückenden Arbeitsplatz liege vor allem in der Unternehmens- und Führungskultur. Selbstverwirklichung und die Förderung der eigenen Kompetenzen gehörten zu den meist genannten Faktoren für einen erfüllenden Job. Dazu wurden Arbeitnehmer und Unternehmen in ganz Europa befragt. Doch wie sieht das bei uns aus?

Offensichtlich haben wir vieles richtig gemacht. Wer innerhalb von sieben Jahren eine Fusion und mehrere Firmenaufkäufe übersteht, muss eine gute Unternehmenskultur haben. Wo sonst Mitarbeiter in Scharen davonlaufen, ist bei Unitymedia die Fluktuation gering.

Felix Schumann, bei Unitymedia verantwortlich für Personalentwicklung.
Felix Schumann, bei Unitymedia verantwortlich für Personalentwicklung.

Dabei geholfen hat die Implementierung eines neuen
eLearning-Systems. Mit der Einführung von eLearning als Medium wollen wir den digitalen Wandel nutzen. Dafür haben wir uns mit Skillsoft einen erfahrenen Partner an Bord geholt. Skillsoft ist Anbieter von cloudbasiertem Online-Training und verfügt über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Lernens – in globalen Konzernen ebenso wie in mittelständischen und kleinen Unternehmen. Felix Schumann, bei Unitymedia verantwortlich für die Personalentwicklung, erklärt die Ausgangssituation und wie ein virtuelles Lernsystem den Kulturwandel unterstützt: „Unsere Mitarbeiter waren mit den angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten und ihren persönlichen Entwicklungschancen unzufrieden. Bei einer Umfrage kam heraus, dass lediglich 46 Prozent die aktuellen Angebote gut fanden. Zu allererst haben wir die Feedbackkultur grundlegend geändert: Führungskräfte bekommen heute 360-Grad-Feedback von Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten. Mitarbeiter stehen ständig im Entwicklungsdialog mit ihren Führungskräften. Einen sich daraus ergebenden Schulungsbedarf klären Führungskräfte und Mitarbeiter miteinander.“

Mit diesem Schritt ist eine neue Kommunikationskultur entstanden. Mitarbeiter können im Gespräch vereinbaren, welche Schulungen und Kurse sie besuchen wollen. Parallel dazu wurde das Weiterbildungsangebot mit der Online-Lernplattform Skillport von Skillsoft massiv ausgebaut. 420 Kurse sind dort aufrufbar, von IT-Trainings über Desktop-Schulungen bis hin zu eigens erstellten Unitymedia-Produktschulungen. Gerade letztere sind der Hauptgrund, warum sich eLearning im vergangenen Jahr bei uns etabliert hat. Bislang hat jeder Kollege mindestens zwei Trainings online absolviert.

Wichtig ist vor allem, dass eigenverantwortlich gelernt wird. Das Portal ist komplett offen. Alle Kurse stehen allen Mitarbeitern zu Verfügung. Jeder Mitarbeiter kann Trainings aller Hierarchien buchen. So sieht der Sachbearbeiter, welche Kurse etwa zum Thema Mitarbeitergespräch oder Motivation seinem Chef zur Verfügung stehen und kann diese ebenso absolvieren. „Wir wollen diese Transparenz“, erklärt Felix. Sie ist Pfeiler der Firmenkultur. Auf ihr fußen die Maßnahmen der eingeführten Lernsoftware. Akzeptanz, Integration und Qualität seien die Basis für erfolgreiches eLearning.

Bereits nach knapp einem Jahr sind die Ergebnisse durchweg positiv. Die Nachfrage nach eLearning aus den Fachabteilungen steigt an. Zeitgleich konnte Unitymedia Einsparungen im unteren fünfstelligen Bereich erzielen. Schlussendlich ist insbesondere die Mitarbeiterzufriedenheit um 18 Prozent deutlich verbessert. Mit heute 64 Prozent gilt sie unter Personalern als Spitzenwert. „Die Kollegen wertschätzen vor allem die Eigenverantwortung für das Online-Lernen“, so Felix. Für ihn eine Folge des Dreiklangs: Lernkultur – Mitarbeiterzufriedenheit – strategischer Nutzen.

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